Date Archives März 2016

Workshop in Jamaika Teil 2 von 3

Wir sind eine kleine Gruppe. Zwei Modelle, ein Trainer und fünf Workshopteilnehmer. Vorteil ist, dass Scott mehr Zeit für uns hat – er kann sich besser auf die Fotografen einstellen als bei fünfzehn und mehr Teilnehmern. Und davon profitiere ich enorm. Die Woche kommt fast einem Einzeltraining gleich. Täglich habe ich die Möglichkeit mit ihm meine Ergebnisse des Tages zu besprechen. Wir unterhalten uns viel über Ehrlichkeit unter Fotografen, über Könner und Marktschreier über technischen Fortschritt und analoge Fotografie. Kurzum über alles was Fotografie und der Beruf vor 50 Jahren war und heute ist. Und es ist gut zu hören, dass die Herausforderungen am anderen Ende der Welt nahezu die gleichen sind, wie zu Hause.
Gurm ist ebenfalls einer der Workshopteilnehmer, auch er ist ein mittlerweile international ausgezeichneter Fotograf. Seine Spezialitäten sind indische Hochzeiten. Neben solchen Könnern steigt die Lernkurve enorm an, doch trotzdem fühlt man sich wie ein blutiger Anfänger. Zwischen den Shootings, Unterrichtseinheiten und am Abend sitzen wir beisammen diskutieren über unsere Erfahrungen und das Lieblingsthema der Fotografen, die Fotografie ☺. Das ist wohl der größte Pluspunkte einer internationalen Ausbildung. Man sammelt Erfahrungen und gleichzeitig bekommt man Freunde auf der ganzen Welt. Wochen wie diese verbinden unheimlich und die neuen Medien helfen dabei in Kontakt zu bleiben.
Wir suchen nach Amateurmodellen. Manchmal sind es Hotelgäste und manchmal Einheimische. Profis haben wir diesmal kaum, allerdings gibt es das selten in unserem Job. So gut wie alle unsere Hochzeitspaare sind keine professionellen Fotomodelle. Wir müssen ihnen Anweisungen geben wie sie sich bewegen sollen, um ein gutes Foto zu machen. Und Menschen in einer anderen Sprache zu dirigieren, ist eine noch größere Herausforderung.
Eines Abends gehen wir auswärts Essen. Chef der Bar ist „Captain Black“. Man stelle sich einen Piraten vor, nehme ihm Augenklappe und Mütze ab und schon steht Captain Black da. Er hat ein Boot, das wir am nächsten Tag mieten, um an einen einsamen Strand zu fahren. Dort sollten einheimische Modelle auf uns warten. Naja, sagen wir mal, wir warten dort auf Sie. Der Strand und das Boot sind traumhafte Motive, um Menschen in diesen Bildern festzuhalten. Es scheint als sei hier die Zeit stehen geblieben. Nur kleine Solarpanele hinter der Bar erinnern an ein modernes Zeitalter. Einen Hummer später kommen unsere Modelle und wir setzen Gelerntes um.
Eine weitere Methode, die ich an Scotts Workshops besonders schätze ist, dass man selbst mit den Modellen arbeiten kann. Scott gibt ihnen keine Anweisungen und lässt dann die Teilnehmer alle dasselbe Foto machen. Der Lerneffekt dabei wäre gleich null. Bei seinen Workshops muss man selbst kreativ werden, Gesehenes umsetzen und Fehler begehen um daraus zu lernen. Und das immer mit einem Trainer im Hintergrund, der zu jedem Foto etwas zu sagen hat. Er lobt und wenn nötig übt er auch heftig Kritik.
Neben unseren Modellen gabeln zwei unserer Workshopteilnehmer noch eine deutsche Frau auf, die für uns modeln will. Sie nennt sich „Caribbean Libby“. Sie ist seit sechs Monaten hier. Auf näheres Nachfragen erzählt sie uns, dass sie in der Schweiz ein Escort Service betreibt. Neben Fotos im Hochzeitskleid hätte sie auch noch gerne welche ohne. Ich hätte aus dem Stand zehn Fotografen nennen können, die sofort beim zweiten Teil dabei wären, doch hier ist das anders. Die Männer in treten den Rückzug an. Die Dame in der Runde muss diesen Job für das Team übernehmen.
In dieser Umgebung denke ich viel über neue Ideen nach. Jeden Morgen um sechs Uhr schleiche ich mit meinem Notebook aus dem Zimmer, um mit Karin zu telefonieren. Wir entwickeln gemeinsam ein Konzept aus neuen Ideen. Zwischen Negril und Pinsdorf blitzen neue Ideen hin und her und am Ende der Woche ist ein neuer Plan entstanden, den wir in den kommenden zwei Jahren umsetzen wollen. Auch das ist ein schöner Nebeneffekt von einem internationalen Workshop.

Letzter Teil folgt kommende Woche

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Workshop Jamaika Teil 1/3

Endlich geht es los.  Noch drei Stunden. Karin wartet mit mir an einer Bar am Flughafen. Nach langer Flugabstinenz bin ich einigermaßen überrascht, als der Check-In mehr einem Verhör gleicht als einer Gepäckaufgabe. Daran wird man sich wohl gewöhnen müssen.

Uns als Familien- und Hochzeitsfotografen ist Weiterbildung ein besonderes Anliegen. Wir wollen besser werden, daher haben wir beschlossen ein Jahr lang abwechselnd (einmal Karin, einmal ich) Unterricht bei Scott Robert Lim, einem der weltweit  besten Trainer für Hochzeitsfotografen zu nehmen. In seinen Workshops schafft er eine Lernumgebung, wie kaum ein anderer.

Nach 9 Stunden lande ich endlich in Atlanta. Der Anschlussflieger hat ein technisches Gebrechen, ich warte also. Mehrere Stunden und einen Fliegerwechsel später komme ich schließlich in Montego Bay, Jamaica an. Als erstes muss ich die Winterjacke verstauen. 26 Grad ist eindeutig zu warm für Winterkleidung.
Gleich nach der Landung ist die erste Karibikerfahrung: Mein Koffer ist in Atlanta geblieben. „Der wird wahrscheinlich morgen kommen“, lächelt die Dame am Schalter. Alles was ich also bei mir habe sind Fotorucksack, meine Kleidung, die ich trage und eine Winterjacke. Na toll, aber aufregen hilft jetzt auch nichts. Ich bin viel zu müde, 26 Stunden auf den Beinen und morgen ist schließlich auch noch ein Tag.

Vergangenes Jahr waren wir auf zwei von Scotts Workshops und haben enorm profitiert.
Warum ist uns so eine Weiterbildung so dermaßen wichtig?
Unsere Hochzeitspaare, sollen nicht irgendwelche Fotos bekommen. Für das Vertrauen dieses einzigartige Erlebnis zu dokumentieren, sollen sie die besten Fotos bekommen, die für uns möglich sind. Und das geht nur, wenn man am Puls der Zeit bleibt und ständig dazu lernt.

Die ersten drei Tage bin ich alleine in Montego Bay. Man könnte jetzt meinen, das sei ein Traumjob. In die Karibik fahren, dort Urlaub machen und nebenbei einen Workshop besuchen klingt erstmal sehr gut. Zum Teil muss ich dem sogar zustimmen. Die ersten drei Tage waren eher vom Typ Monsun, heftiger Regen. Ich verlasse das Hotelzimmer nur zum Essen holen. Einen Großteil der Zeit habe ich am Computer mit liegen gebliebene Arbeit verbracht. Erst am dritten Tag wird das Wetter besser.

Warum keine Weiterbildung zu Hause? Ich bin sicher, dass es auch in Österreich gute Kurse und Fotografen gibt. Allerdings liegen die Vorteile internationaler Weiterbildung auf der Hand. Unterricht in einer anderen Sprache, andere Zugänge zur Fotografie, Kollegen und entstehende Freundschaften aus der ganzen Welt sind die großen Pluspunkte. Das alles schafft eine Umgebung in der sich Kreativität voll entfalten kann.

Endlich geht es los! Mit Scott und Tauran (ebenfalls ein internationaler Topfotograf) fahre ich gemeinsam nach Negril im Westen der Insel. Dort werden wir die kommende Woche lernen und üben. Die Straße auf der wir fahren ist zwar eine Hauptverbindung, trotzdem holpert es immer wieder ordentlich und man hat eher das Gefühl durch ein Unwetter zu fliegen als auf einer Straße zu fahren. In einem kleinen Laden am Straßenrand, kaufen wir frische Kokosnüsse. Sehr gut, aber der Preis ist wirklich unverschämt. Ein Vorgeschmack wie die Jamaikaner mit Touristen umgehen. Verlässt man das Hotel, muss man sich darauf einstellen überall das drei oder vierfache des eigentlichen Preises zu bezahlen.

 

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Ein treuer Compagnon für unsere Hochzeiten und Reisen

„Da gibt es einen neuen Rucksack!“

Meine Frau macht mich darauf aufmerksam. In ein paar Wochen fahre ich nach Jamaica zu einem Scott Robert Lim Hochzeits-Workshop. Ein guter Rucksack fehlt mir noch. Wichtig ist uns, dass er unauffällig ist und nicht gleich schreit „stiel mich!“. Also haben wir uns auf der „Compagnon“ Seite das Ding mal näher angesehen.

Er soll uns auf Reisen, bei Hochzeiten und Outdoor Shootings gute Dienste leisten. Auf den ersten Internetblick fallen uns vor allem die durchdachten Kleinigkeiten auf. Dann der Preis – im Vergleich zu anderen Fotorucksäcken scheint dieser Rucksack teuer. In unserer Umgebung gibt es leider keinen Compagnon-Shop, daher müssen wir auf die gelesenen Kritiken vertrauen.

Wenige Tage später halten wir das Schmuckstück in unseren Händen. Die Verarbeitung hervorragend, die kleinen überlegten Täschchen sensationell, das voluminöse Zusatzfach am oberen Ende des Rucksacks – verdammt cool.

Keine Frage – der Preis ist absolut gerechtfertigt.

Erster Härtetest: Passt mein gesamtes Equipment inklusive Notebook in den Rucksack? Die rechteckige Form des Rucksacks sieht nicht nur schick aus, sie ist ein wahrer Lebensretter, denn das ist genau der kleine Extraplatz, welcher in vielen Fotorucksäcken noch fehlt. Wie sollte es anders sein, alles passt rein, gerade noch. Ein 15 Kilo Handgepäck. Für eine Hochzeit vielleicht etwas zu schwer, aber als Handgepäck auf Flugreisen perfekt.

Zweiter Härtetest: kann der Rucksack das Gewicht auch halten und wie ist der Tragekomfort?

Die gesamte Reise hat alles perfekt gehalten. Sogar bei einem Absturz aus einem Meter Höhe hat er Linsen, Kameras und Notebook vor Schaden bewahrt.

Mit etwas Vorsicht kommt nicht einmal ein Sandkorn vom Strand in die Tasche. Der clevere Verschlussdeckel auf der Rückenseite hilft da unheimlich. Das Leder ist glatt und es bleibt praktisch nichts hängen beim Zuklappen.

Fazit: Das Fassungsvermögen, die Verarbeitungsqualität und die vielen kleinen Verstecke sind alle samt eine Klasse für sich. Der Rucksack hält sein Wort! Er ist unser treuer Compagnon für unsere Hochzeiten, Reisen und sonstigen Fotoausflüge geworden.

Es gibt sie noch, die guten Dinge…

www.compagnon-bags.com

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Hochzeitsfotografen am Sonntag

Was machen Hochzeitsfotografen, wenn sie einen Familienspaziergang am Sonntag machen? Richtig sie können es nicht lassen. Zufällig ist eine Kamera im Auto, die natürlich bei Spaziergang nicht mehr fehlen darf… und dann wird losgelegt 🙂

What do wedding photographers do, when they are going on a family walk on Sunday ? True, they can not leave . Coincidentally, there is a camera in the car, of course that has to come with us on the walk.. here we go!

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